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Glanzleistung bei der Neurowissenschaftlichen Olympiade: Erfolge in Bonn

| WettbewerbeMINT

Drei unserer Schülerinnen haben sich in diesem Jahr der besonderen Herausforderung der Neurowissenschaftlichen Olympiade (German Brain Bee) gestellt und dabei beeindruckende Ergebnisse erzielt.

Alles begann mit der Teilnahme am Regionalentscheid in Bonn. Vinda Mourad, Johanna Ostendorf (beide Q1) und Avin Rachid (Klasse 9a) vertraten unsere Schule mit Bravour. In diesem anspruchsvollen Wettbewerb mussten sie ihr Wissen über das menschliche Gehirn unter Beweis stellen – von der Neuroanatomie über die Funktionen der Sinne bis hin zu komplexen neurologischen Erkrankungen. Die Vorbereitung darauf erforderte weit mehr als das übliche Schulwissen, da die Wettbewerbssprache Englisch ist. 

Avin Rachid aus der Klasse 9a setzte sich gegen die teilweise deutlich ältere Konkurrenz aus der Oberstufe durch. Als jüngste Teilnehmerin des Feldes sicherte sie sich den 1. Platz! 

Johanna Ostendorf und Avin Rachid, konnten sich durch ihre herausragenden Leistungen in Bonn für die prestigeträchtige Endrunde in Frankfurt am Main qualifizieren. Damit gehören sie bereits zu den besten Nachwuchs-Neurowissenschaftlerinnen Deutschlands. 

WIR gratulieren Vinda, Johanna und ganz besonders Avin zu diesen fantastischen Leistungen. Ihr habt gezeigt, dass Neugier, Fleiß und die Begeisterung für die Wissenschaft direkt zum Erfolg führen können! 

Was ist die Neurowissenschaftliche Olympiade? Der Wettbewerb soll das Interesse an der Hirnforschung wecken. Die Teilnehmenden absolvieren Prüfungen in verschiedenen Kategorien, darunter eine schriftliche Klausur, Neuroanatomie am Modell und eine Diagnose-Runde, in der Patientenbeispiele analysiert werden.

Im Folgenden lässt Avin den Tag Revue passieren: 

„Hallo, mein Name ist Avin Rachid, und dieses Jahr habe ich an dem regionalen Wettbewerb der Deutschen Neurowissenschaften Olympiade teilgenommen. Meine Begeisterung für diesen Neurowissenschaften-Wettbewerb begann, als mir mein Lehrer Herr Schopper ihn empfohlen hat.   

Nachdem ich mich angemeldet hatte, lag eine intensive, strenge Vorbereitung vor mir. Das war kein gewöhnlicher Wissenschaftswettbewerb. Die Themen aus den Neurologie-Einheiten würden auf dem Niveau des ersten und zweiten Studienjahres behandelt werden. Es war also alles andere als leicht, sich innerhalb eines Monats durch das 281-seitige Dokument zu kämpfen, das ich bearbeiten musste: von Zytologie, Histologie und Anatomie über molekulare Chemie bis hin zu dem, wie das Gehirn funktioniert. Um einfach nur durchzukommen, musste ich im Grunde 8 Stunden am Tag lernen – vier Wochen lang. Und das auch noch neben meinen Klassenarbeiten in der 9. Klasse und der schulischen Arbeit, die ich ohnehin absolvieren musste. So habe ich leider sehr viel Freizeit verloren, und meine neuen „Begleiter“ wurden die vier Wände meines Zimmers.   

Trotz dieser sehr schweren Zeit hat sich am Ende alles gelohnt. Am Tag des Wettbewerbs fand die Veranstaltung am 14. März in Bonn statt – am Max-Planck-Institut. Es war ein richtig toller Tag: Ich konnte andere Schülerinnen und Schüler treffen, die auch dieselben Interessen wie ich hatten, mit renommierten Wissenschaftlern und Professoren ins Gespräch kommen und bei Präsentationsständen, die von Forschenden und studentischen Teams aufgebaut wurden, vieles über Neurologie lernen – mit praktischen, hands-on Aktivitäten.   

Der Wettbewerb war in vier Phasen aufgeteilt: eine Multiple-Choice-Klausur mit 25 Fragen, die Identifikation neuroanatomischer Strukturen, eine Patientendiagnose und zum Schluss eine Podiumsrunde mit den 15 besten, gesamten Teilnehmer. Ich hatte das Glück, es in die letzte Runde zu schaffen – und dort als erste zu landen. Das war für mich wirklich überraschend, aber gleichzeitig unglaublich aufregend. Ich war entschlossen, mein Bestes zu geben, aber eigentlich nicht wirklich sicher, ob ich am Ende gewinnen würde. Letztlich musste das wohl einfach das Schicksal entscheiden.   

Am Ende belegte ich insgesamt den ersten Platz, und ich habe den Wettbewerb gewonnen. In dem Moment war ich so überwältigt vor Emotionen, dass ich nicht wusste, wohin mit meinen Gefühlen – oder ob der Moment, in dem ich die goldene Medaille in meiner Hand hielt, überhaupt real war. Das war das erste Mal, dass ich etwas in dieser Größenordnung gewonnen habe.   

Ich bin so glücklich und dankbar für diese Möglichkeit, und ich habe sogar die Chance, in ein paar Monaten in der nationalen Runde weiterzumachen. Hoffentlich kann ich Deutschland auch in der internationalen Runde vertreten.   

Das war eine wirklich positive Erfahrung – und möglich wäre das alles nicht gewesen ohne die Unterstützung meiner Familie und Freunde. Und natürlich auch danke an Herrn Schopper, dass er mir diesen Wettbewerb von Anfang an empfohlen hat. Ich werde diese Erfahrung nie vergessen.“ 

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